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Fantasybuch Rezension “Der Herr der Ringe” von J. R. R. Tolkien (1969)

Endlich – möchte man fast meinen – nach zwei Wochen ist es mir nun gelungen das Mammutwerk “Herr der Ringe” von Tolkien zu fertig lesen. Keine Frage, meine Vermutungen von “Der Hobbit“, dass das Buch an Reife gewinnt, wurden bestätigt und ich muss wirklich sagen, es ist ein absolut lesenswertes Werk, das beinahe nur mehr durch die Filme von Jackson getoppt wird. Absolute Pflichtlektüre.

J. R. R. Tolkien “Der Herr der Ringe” (1969), CropTop

J. R. R. Tolkien “Der Herr der Ringe” (1969), CropTop

Einleitung

J. R. R. Tolkien “Der Herr der Ringe” (1969), Buchdeckel

J. R. R. Tolkien “Der Herr der Ringe” (1969), Buchdeckel

Inhaltlich ist es eigentlich ziemlich ähnlich wie “Der Hobbit”, wieder muss ein Problem gelöst werden (in diesem Fall nicht einen Drache erschlagen, sondern einen Ring zerstören) und zwischen Problemerkenntnis und Problemlösung liegt wiederum eine aufwendige Reise durch unterschiedlichste, fantasievolle Gegenden mit ebensolchen Wesen.

Wieder ist die Geschichte in einer mittelalterlich-ähnlichen Umgebung angesiedelt und die Problemlösung ist deshalb nicht offensichtlich durch eine Flugzeugreise zu erreichen, sondern per Fuß oder Pferd. Tolkien hat die ganze mythologische Szenerie derart aufwendig und detailgetreu beschrieben (inklusive Stammbäumen der Könige und eigenen Sprachen), dass es wirklich eher so scheint, als wäre es eine Art Beschreibung geschichtlicher Ereignisse, wie im übrigen auch immer wieder Jackson betont hat und spätestens die unzähligen Merchandising-Artikel und zusätzlichen Bücher und dergleichen auch zeigen.

Worum geht es?

Vorgeschichte

Der einst ansehnliche Sauron hatte in frühen Zeiten die Elfen dazu gebracht, verzauberte Ringe zu schmieden. Einen weiteren Ring fertigte er im sogenannten Schicksalsberg und gab ihm einerseits die Macht die anderen Ringe zu beherrschen und andererseits beinhaltet er einen Großteil seiner eigenen Kräfte. Mit Hilfe der Ringe schafft er es, die Menschen zu unterwerfen und macht sie zu willenlosen Ringgeister. Die Zwerge bezwang Sauron zwar nicht, verstärkte aber ihre Gier nach Gold und Edelsteinen.

Schließlich gelang es Menschen und Elfen, Sauron zu unterwerfen, aber der Ring ging verloren und wurde erst viel später von einem Hobbit namens Sméagol gefunden. Durch die verräterische Kraft des Ringes bringt er seinen besten Freund um und versteckte sich im Anschluss jahrhundertelang in den Bergtiefen. Der Ring verändert ihn während dieser Zeit zu einem verkrüppelten und willenlosen Wesen namens Gollum.

Im vorangegangenen Buch „Der Hobbit“ wird die Brücke zur Trilogie geschlagen und erzählt, wie der Ring von Gollum an Bilbo Beutlin überging. Mit Hilfe des magischen Ringes schafft er es unter anderem den Drachen Smaug zu überwältigen und den Schatz der Zwerge zurück zu erobern.

Erster Teil: Die Gefährten

Auch Bilbo Beutlin merkt mit den Jahren die Last des Ringes. Deshalb beschließt er, das Auenland zu verlassen und hinterlässt alles seinem Neffen Frodo. Als der Zauberer Gandalf erkennt, dass es sich um den „Einen“ Ring handelt, erkennt er die Gefahr, die der Ring birgt. Einzige Lösung ist, den Ring aus dem Auenland zu bringen und ihn zu zerstören.

Mit diesem Auftrag machen sich Frodo Beutlin und sein Gärtner Samweis Gamdschie („Sam“) zusammen mit den beiden Vettern Meriadoc Brandybock („Merry“) und Peregrin Tuk („Pippin“) auf den Weg, meist begleitet von Gandalf. Unterwegs treffen sie auf den Waldläufer Streicher, Alias Aragorn, und den sie zum Anführer ernennen.

Verfolgt von den Ringgeistern schaffen sie es schließlich ins Bruchtal zu den dortigen Elfen. Nach eingehender Beratung vergrößert sich das Gefährtenteam und sie ziehen weiter in die Minen von Moria. Dort wird Gandalf (scheinbar) getötet und die Gruppe im Anschluss versprengt. Frodo und Sam ziehen allein weiter, ständig verfolgt von Orks.

Zweiter Teil: Die zwei Türme

Frodo und Sam gelangen in einen Wald voller lebender Bäume, auch genannt Ents. Da der oberste Zauberer, Saruman, Sauron erlegen ist und sie verraten hat, beschließen sie, sich gegen ihn zu wenden. Gandalf seinerseits wurde aus dem Reich der Toten zurück geschickt, da seine Aufgabe, Sauron zu stürzen, noch nicht erfüllt wurde. Nach mehreren Schlachten können sie den bösen Zauberer Saruman überwältigen und seine Kraft beschränken.

Parallel dazu können Frodo und Sam weiter in Richtung Mordor vordringen, unterstützt von Gollum. Über Totensümpfe gelangen sie schließlich zu einem Eingang, der durch eine Riesenspinne bewacht wird. Gollum führt sie in eine Falle und Frodo wird verletzt und gefangen genommen, während Sam ihm unsichtbar mit dem Ring folgt.

Dritter Teil: Die Rückkehr des Königs

Der „große“ Krieg, der Ringkrieg, ist entbrannt. Gandalf reitet mit seinen Gefährten nach Minas Tirith, der Hauptstadt von Gondor, die bald von den Ringgeistern angegriffen wird. In einer qualvollen Schlacht kann die Stadt nur schwer verteidigt werden.

Währenddessen kann Sam Frodo befreien und sie bewegen sich zum Schicksalsberg. Im letzten Moment schafft es Frodo nicht, den Ring in das Feuer zu werfen. Als Gollum, der ihnen gefolgt ist, ihm den Finger mit dem Ring abbeißt, stürzt er zusammen mit dem Ring in die Tiefen und verbrennt.

Mit der Zerstörung des Ringes verliert Sauron an Macht und kann besiegt werden. Frodo und Sam werden gerettet und Aragorn wird König von Gondor. Als die Hobbits ins Auenland zurück kehren, müssen sie das Schreckensregime von Saruman zuerst beenden, der sich dort eingenistet hat. Mit den Jahren kehrt der Alltag zurück, nur Frodo findet durch die Auswirkungen des Ringes keine Ruhe. Gandalf, Bilbo und Frodo verlassen schließlich das Auenland und reisen auf eine Elbeninsel.

Mein Fazit

Da ich die Filme vor dem Lesen des Buches gesehen habe, gingen mir oftmals die Filmbilder durch den Kopf. Es ist mit Sicherheit ein optimal zu verfilmendes Buch, da der eindeutige Schwerpunkt (für mich) auf den Fantasiewesen und -welten liegt, weniger auf den Konflikten der Figuren mit sich selbst oder anderen (sieht man mal von dem kolossalen Krieg, der dem Buch zugrunde liegt ab).

Ein Buch, das nicht nur gut geschrieben ist, sondern auch sehr spannend und auch mich als Nicht-Fantasy-Leser absolut gefesselt hat. Insgesamt nicht nur eines der meist verkauften Bücher des 20. Jahrhunderts, sondern ein in Erinnerung bleibendes Meisterwerk.

Verbindungen

Verbindung: „Der Hobbit

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