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Die Bibliographie von Roman Dirge als Mindmap

Das Comic Lenore gehört zu meinen absoluten Lieblingen und so habe ich mich aufgemacht, um herauszufinden, was der Autor Roman Dirges sonst noch so geschrieben hat, was ich lesen oder ansehen könnte.

Roman Dirge, CropTop (c) 2014 Wikipedia.com

Roman Dirge, CropTop (c) 2014 Wikipedia.com

Die Bibliographie

Roman Dirge Bibliographie (Stand 09/2014)

Roman Dirge Bibliographie (Stand 09/2014)

Die Bibliographie von Dirge umfasst im Kern eigentlich „nur“ rund 5 Bände von Lenore und ungefähr ebenso viele andere Comicbände. Insgesamt war ich überrascht wie häufig Lenore in unterschiedlichen Fassungen veröffentlicht wurde. Die anderen Comics schienen mir auf den ersten Blick bedingt lesenswert. In jedem Fall mag ich jedoch Lenore und ihre Geschichten rund um das 10jährige Mädchen, das „irrtümlich“ andere umbringt und selbst tot ist.

Was habe ich gelesen?

Davon gelesen habe ich bislang:

Wer ist Lenore?

Lose basiert der Comic Lenore auf der gleichnamigen Ballade von Gottfried August Bürger aus dem 18. Jahrhundert, wieder aufgenommen in einem Gedicht von Edgar Allan Poe. Es handelt von Lenore, deren Verlobter Wilhelm noch immer nicht aus einer Schlacht zurück gekehrt ist. Mit der Zeit beginnt sie immer stärker mit Gott zu hadern und an allem zu zweifeln. Daraufhin erscheint ihr der Verlobte als Toter und entführt sie zu einem Ritt durch die Nacht, wo sie allen möglichen Geistern begegnet. Zum Abschluss nimmt er sie mit in seinen Sarg und damit ins Totenreich. Blasphemie wird letztlich unweigerlich und massiv gesühnt, es obliegt dem Menschen nicht, die Taten Gottes zu hinterfragen als zentrale Botschaft.

Das Comic selbst ist naturgemäß weniger gottesorientiert. Es setzt bereits dort an, wo die Ballade endet, nämlich am Umstand, dass Lenore tot ist und ihre Probleme mit diesem Umstand hat. Außerdem ist Lenore bei Dirge keine Frau mit Liebeskummer, sondern ein Kind, das an Lungenentzündung gestorben ist.

Und wer ist Roman Dirge?

Roman Dirge wirkt auf Abbildungen oftmals wie eine Mischung aus übrig gebliebenem Rockstar und coolem Goth. Mit seinen über 75 Tatoos und langen (bzw. manchmal auch kurzen) Haaren und dem durchdringenden Blick passt er wie angegossen zur Figur der Lenore. Ursprünglich hat er jedoch als Zauberer begonnen und zeichnet die Figur erst seit 1992. Sie ist auch bis heute sein größter Erfolg und die eigentlich recht wenigen Comic Strips hat er in einer derartigen Vielfalt publiziert, dass seine Arbeit auf den ersten Blick umfangreicher scheint als sie ist.

Im Übrigen heißt Roman Dirge eigentlich Roman Elliot. Den Kunstnamen Dirge, zu deutsch in etwa „Grabgesang“, hat er sich wohl passenderweise zu seiner Arbeit zugelegt. Außerdem findet er sich auch in jenem Gedicht von Edgar Allan Poe, dass Lenore lose zugrunde liegt:

„- weep now or never more! See! on yon drear and rigid bier low lies thy love, Lenore! Come! let the burial rite be read–the funeral song be sung!– An anthem for the queenliest dead that ever died so young– A dirge for her the doubly dead in that she died so young.“
Edgar Allan Poe: „Lenore“ (1831)

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