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Thriller / Horrorbuch Rezension “Umneys letzter Fall“ von Stephen King, aus: Alpträume (1993)

Ein Jahr nach “Dolores” und ein Jahr vor “Schlaflos” veröffentlichte Stephen King seine dritte Kurzgeschichtensammlung mit dem Titel “Alpträume” oder im Englischen “Nightmares & Dreamscapes”. Von den insgesamt 24 (!) Kurzgeschichten (bzw. im Taschenbuch 12) habe ich (derzeit) allerdings nur eine gelesen, nämlich “Umneys letzter Fall”. Laut Wikipedia die Lieblingsgeschichte von King aus der Sammlung, welche zunächst auch nur im Internet veröffentlicht wurde. Insgesamt ein nicht wirklich neuer Stoff für King-Verhältnisse.

Stephen King “Alpträume” (1993), CropTop

Stephen King “Alpträume” (1993), CropTop

Umneys letzter Fall

Worum geht es?

Stephen King “Alpträume” (1993), Buchdeckel

Stephen King “Alpträume” (1993), Buchdeckel

Die Handlung spielt während des zweiten Weltkrieges in Los Angeles und ist im Stil Raymond Chandlers gehalten. Dementsprechend handelt es sich um eine Kriminalgeschichte mit einem etwas ruppigen Privatdetektiv namens Clyde Umney als Hauptfigur. Inhaltlich geht es allerdings nicht um eine Kriminalstory, sondern King nimmt sich (wieder einmal) seinem Lieblingsthema an, nämlich der Vermischung von Realität und Fiktion im Schriftstellerbereich.

Die Geschichte beginnt damit, dass Umney einen scheinbar schlechten Tag hat – alles ist irgendwie anders, die Nachbaren streiten sich nicht, der arme Zeitungsjunge hat plötzlich im Lotto gewonnen, seine Sekretärin ist abgehauen und das Büro wird auch noch angestrichen. Die scheinbar einzig wirklich reale Figur ist nebst Umney Samuel Landry, der Besitzer des Gebäudes, welcher ihn im Büro besucht.

Es stellt sich aber im Laufe des Gespräches heraus, daß Landry nicht nur der Besitzer dieses Gebäudes, sondern der gesamten Welt inklusive Umney selbst ist, da es sich um jenen Schriftsteller handelt, der Umney geschaffen hat. Ebenso beliebig, wie er ihn geschaffen hat, hat er nun beschlossen ihn zu eliminieren und seinen Platz einzunehmen.

Zu schön und endlos scheint Landry das ewig gleiche Leben in seinem eigenen Roman. Dementsprechend verschwindet Umney in den neongrünen Schriften im Textcomputer und findet sich an Landrys Platz im “realen Leben” mit allen realen Problemen wie Essen, Toilettengang oder Krankheiten wieder. Abschließend beginnt auch Umney zu schreiben und sich in seine Figuren hineinzuversetzen, um den Weltentausch rückgängig zu machen.

Mein Fazit

Wie schon in “Stark – The Dark Half” oder “Das heimliche Fenster, der heimliche Garten” aus “Langoliers” oder “Sie” damit wieder einmal eine Auseinandersetzung mit sich selbst. Zugegebenermaßen ein wenig interessanter als die anderen Geschichten, aber deshalb noch nicht wirklich gut oder lesenswert.

Zu gottgleich sind schon wieder die Sätze und Sichtweisen von King. Es mag zwar sein, daß ein Schriftsteller durch seine Tätigkeiten Ideen und Welten virtuell erschafft, aber die dauernden Selbstanbetungen und Göttergedanken, die King damit verbindet, zeugen eher von seiner eigenen Einbildung, denn von wirklich interessanten Ideen.

Verbindungen

Verbindung: “Stark – The Dark Half
Verbindung: “Sie
Verbindung: “Langoliers
Verbindung: “Alpträume
Bibliographie

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