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Horrorbuch Rezension “Brennen muß Salem” von Stephen King (1974)

Meine Güte ist das Buch schlecht! Ein Jahr nach “Carrie” publiziert ist es sowohl inhaltlich als auch formal ein absoluter Negativhit, wirklich ein totaler Unsinn. Aber ich habe es geschafft und damit ein weiteres Stephen King Buch gelesen.

Stephen King “Brennen muß Salem” (1975), CropTop

Stephen King “Brennen muß Salem” (1975), CropTop

Worum geht es?

Stephen King “Brennen muß Salem” (1975), Buchdeckel

Stephen King “Brennen muß Salem” (1975), Buchdeckel

Es beginnt ähnlich wie das 3 Jahre später veröffentlichte “The Stand” bzw. ist vom dramaturgischen Aufbau in etwa mit diesem vergleichbar: Am Anfang wird eine Unmenge von Figuren vorgestellt, um den Eindruck eines ganzen Umfeldes zu vermitteln (um den Preis dass es etwas verwirrend wirkt), dann kommt im ersten Drittel irgendwann ad-hoc das “Thema” (bei The Stand war es der Teufel bzw. die Offenbarung, bei Brennen muss Salem sind es Vampire bzw. Bram Stoker’s Nosferatu) und der Rest des Buches werden Figuren und Geschichte verdichtet und entsprechend aufgelöst.

Bei beiden Büchern gibt es übrigens einen schwarzhaarigen Autor, der eine der zentralen Figuren darstellt und in eine Liebesgeschichte eingewoben wird. Allerdings ist er bei Brennen muss Salem positiv und gutaussehend dargestellt, während er bei The Stand negativ und optisch auch nicht sonderlich anziehend beschrieben wird. Ansonsten ist die gesamte Vampirgeschichte eher eine Kopie von Bram Stoker (der auch zitiert wird) oder zumindest eine nicht sehr innovative Variante, denn die Vampire schlafen auch hier in Särgen oder meiden das Licht und werden mit Pfählen getötet – genauso wie man es eben kennt.

Inhaltlich kreist die Geschichte um Ben Mears, einen Autor, der in die Stadt “Jerusalem’s Lot” (bzw. von den Einwohnern auch “Salem’s Lot” genannt) zurückkehrt, in der er einige Jugendjahre verbrachte und welche sich in der Nähe von Cumberland/Maine findet. Im Park lernt er die hübsche Susan Norton kennen und verliebt sich auch in sie. Parallel zu seiner Ankunft kommen noch zwei weitere Personen an, nämlich Barlow und Straker, welche etwas geheimnisumwoben auftreten und einen teuren Möbelladen eröffnen. Leicht zu erraten, dass es sich hier um ein Dracula-AlterEgo handelt. Der Rest ist eher klassisch: Dracula verbeisst sich in ein paar Leute, die werden zu Vampiren und so weiter und so fort. Am Ende schafft es Mears Barlow mittels Pfahl zu töten und er flieht mit einem überlebenden Jungen nach Mexiko.

Mein Fazit

Übrigens erinnere ich mich, dass die Stadt Jerusalem’s Lot auch bei The Stand genannt wird, eigentlich nur ganz nebenbei, als jemand daran vorbei fährt. Umgekehrt beschreibt King Dracula als “Vorposten” von etwas noch Böserem – wenn man so will, wäre dies dann die Figur, die in The Stand auftaucht. Aber ganz unabhängig von solchen Verweisen ist das Buch an sich wirklich ein Humbug. Ich weiß nicht, ob King selbst davon auch nicht sonderlich überzeugt war, in jedem Fall war das darauffolgende Jahr 1976 das einzige Jahr, in dem er kein Buch publizierte. Oft wird es auch als “Hommage” an Bram Stoker gesehen (und King wollte es im ursprünglichen Titel “The Second Coming” andeuten) – dem kann ich wenig abgewinnen, denn entweder ich lese Stoker oder King aber ein Abklatsch davon ist halt nicht so unterhaltsam.

Verbindungen

Verbindung: “The Stand
Verbindung: “Nachtschicht” (Kurzgeschichten)
Verbindung: „Das Monstrum
Verbindung: „In einer kleinen Stadt
Bibliographie

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11 Kommentare

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